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Beschallung
1 - Was ist die 100 V Technik?
Die 100V Technik ist eine Technik, mehr als nur 2 Lautsprecher an einen Verstärker anzuschließen, bei großen Leitungslängen, für eine Durchsage- oder Hintergrundbeschallung. Bei dem direkten Anschluß eines Lautsprechers (LS) an einen Verstärker fließt im Kabel ein relativ großer Strom, einige Ampere, deshalb braucht man große Kabelquerschnitte und kurze Kabel. Wenn man mehrere LS parallel an einen Verstärker anschließen will, dann vervielfachen sich die Ströme und überlasten den Verstärker, deshalb geht das bis höchstens zwei 8-Ohm LS an einen Verstärker mit 4 Ohm Anschlußmöglichkeit. Wenn man die LS in Reihe schalten möchte, dann kann man keine separate Lautstärkeregelung machen, und jeder bekommt nur noch einen Teil der Leistung und die Qualität leidet ziemlich. Der Verstärker wird zwar nicht überlastet, aber das ist auch schon der einzige Vorteil. Wenn man viele LS einsetzen will, dann wird die sog. 100V Technik verwendet. Das geht schon an in der Arztpraxis mit mehreren LS bis zum Schiff mit hunderten LS oder Krankenhäusern oder Fussballplätzen … Bei 100V Technik hat man einige Einschränkungen bzw. Besonderheiten: - Es ist von der Qualität und Leistung her eher für die Hintergrundberieselung, nicht für eine Hifi-mäßigen Wiedergabe in Originallautstärke. Man wird bei 100 V kaum Hifi-LS der Oberklasse anschließen, kann aber im Prinzip jeden LS verwenden. Wenn man z.B. einen 100 Watt Verstärker einsetzt, dann kann man 10 LS mit je 10 Watt versorgen, oder 1 LS mit 50 Watt und 5 mit je 10 Watt, in beliebigen Kombinationen, nur die Gesamtleistung des Verstärkers sollte man nicht überschreiten. Wenn man z.B. 10 LS anschließen will an einen Verstärker mit 100 Watt, dann können die LS selbst auch z.B. angegeben sein mit 50/70 Watt, sie bekommen dann aber nur 10 Watt und können halt nicht in voller Lautstärke aufgedreht werden. - Oft werden die LS eingebaut, in die Decke, und sind praktisch unsichtbar. - Jeder LS kann seine eigene Lautstärkeregelung haben, muß aber nicht. - Die Anforderungen an die Kabel sind wesentlich geringer als beim direkten Anschluß an einen Verstärker. - Man kann mit einem Verstärker von 100 Watt z.B. 10 LS betreiben. - Es gibt spezielle ELA-Verstärker, die bereits einen 100V Ausgang haben, man kann jedoch fast alle Hifi-Verstärker auch als ELA-Verstärker verwenden. - Es gibt auch LS mit eingebautem Übertrager - Die Übertrager sind meist einkanalig, ebenso die Lautstärkeregler. Bei Stereo bräuchte man alles doppelt oder als Stereo-Ausführung. - Im Prinzip kann man jeden LS mit einer eigenen Lautstärkeregelung ausstatten, die keinen Einfluß auf die Lautstärke der anderen LS hat. - Die einzelnen Teile wie Übertrager, Laustärkeregler sind meist für den Einbau und schauen dementsprechend aus, d.h. ohne Gehäuse. Im Zusammenhang mit 100V Technik wird auch von ELA geredet, dabei steht ELA für Elektroakustik.
2 - Wie funktioniert die 100V-Technik
Der Knackpunkt dabei ist, daß man an den Verstärker einen Übertrager (Transformator für Frequenzen von 20 Hz bis 20 kHz) anschließt statt der Lautsprecher. Dieser Übertrager transformiert die Spannung des Verstärkers auf 100 V bei Volllast. Normalerweise braucht man für 100 Watt an 4 Ohm eine Spannung von 20 Volt. Der Strom der dann fließt ist dann 5 Ampere. Wenn man die Spannung auf 100 V transformiert, dann ist der Strom nur noch 1 Ampere. Das bedeutet, daß die Leitung weniger Querschnitt haben muß und trotzdem die gleiche Leistung übertragen kann. (Wie bei der Hochspannungsleitung, die hat ja auch nicht einen Quadratkilometer Querschnitt, weil die Spannung dementsprechend hoch ist, z.B. 380 kV). An jeder Stelle, wo ein LS angeschlossen ist, steht nun wieder ein Übertrager, der dazu noch kleiner sein kann als der, der beim Verstärker steht. Beim Verstärker steht ein Übertrager für 100 Watt, beim LS dann z.B. nur einer für 10 Watt. Die Übertrager aller LS werden einfach parallel an das verlegte Kabel angeschlossen. Wenn man möchte, kann man an den Übertrager beim LS auch noch eine Lautstärke-Regelung machen, oft geschieht das durch Unterputz-Regler. Kostenberechnung für Mono für 100 Watt und fünf 20 Watt LS mit der Webseite www.lautsprecher.de: 1 Übertrager 100 Watt TR1120LC: 65 Euro 5 Übertrager je 20 Watt TF7525: 70 Euro 5 Lautstärkeregler (20 Watt) LC57M: 35 Euro 100 m Kabel: Lautsprecherkabel 2x0.75qmm weiss (Litze): 25 Euro Zusammen: 195 Euro. Die Arbeitszeit nicht mitgerechnet. Jetzt muß jeder selbst entscheiden, ob ihm der Komfort das wert ist. Im ELA-Bereich gibt es auch Verstärker mit hohen Leistungen zu günstigen Preisen, weniger als 1 Euro für ein Watt bei Leistungen von 500 Watt ist kein Thema. Wenn man viele LS antreiben muß, dann braucht man sowas. Für Stereo müßte man das Ganze verdoppeln. Evtl. kann man gute Gebrauchtware sehr günstig bekommen, da die Übertrager keinem Verschleiß unterliegen, nur bei den Lautstärkereglern wäre ich vorsichtig. Außerdem hat man bei Gebrauchtware den Nachteil, daß man die Spezifikationen der Teile meist nicht kennt, aber das meiste Zeug ist relativ solide. Das wichtigste, worauf man achten muß ist, die Übertrager nicht zu überlasten. Wenn sie zu warm werden, sind sie zu klein.
3 - VLA-120 CKleinzentrale „VARIO-LINE“, 180/120 W, 3 HE, 5 Lautsprecherkreise
Dieses Verstärker- und Sprechstellen-System „VARIO-LINE“ ermöglicht es bis zu 5 Lautsprecherkreise sowie „all-call“ von der Zentrale aus zu schalten und die jeweils gewünschte Lautstärke einzustellen. Am Verstärker kann jedes Mikrophon angeschlossen werden, jedoch insbesondere die „VARIO-LINE“-Sprechstellen VLM-100A und VLM-105 (digitale Fernbedienung der LS-Kreise) sowie VLM-205 (digitale Fernbedienung der LS-Kreise und des Digital-Textmodules DM-10).