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Datensicherung
1 - Gründe für einen DatenverlustAlle Informationen auf Ihrem Computer werden innerhalb einer herkömmlichen Festplatte, wie Sie auch heute noch häufig vorkommt, auf magnetisierbaren Scheiben gespeichert. Diese Scheiben liegen übereinander und bilden einen Plattenstapel, der sich bis zu 15.000 mal in der Minute dreht – eine große Belastung. Technische Defekte in diesem Bereich sind zwar selten, kommen aber vor. Aufgezeichnet und gelesen werden die Daten auf elektromagnetischem Weg mit Hilfe eines Schreib- und Lesekopfs. Um zu verhindern, dass der Kopf die sich drehenden Scheiben im laufenden Betrieb berührt und zerkratzt, schwebt er auf einer hauchdünnen Luftschicht. Wird der Rechner während des Betriebs Erschütterungen ausgesetzt, kann der Schreib-/Lesekopf die Plattenoberfläche berühren und (teilweise) zerstören. Im Fachjargon wird das als "Headcrash" bezeichnet. Da die Datenaufzeichnung auf elektromagnetischem Weg erfolgt, können auch starke magnetische Felder, zum Beispiel in der Nähe von Elektromotoren oder Lautsprechern, Ihre Daten zerstören. Sold-State-Drives (SSD), wie Sie vor allem in mobilen Geräten verwendet werden, enthalten dagegen zwar keine beweglichen Teile, ihnen droht dafür aber bei Stromausfall Datenverlust, in seltenen Fällen sogar Defekte. Auch Fehler in der Konstruktion werden sich Ihnen überraschend zeigen. Gerade neuere und deshalb noch nicht bewährte SSD-Speicher sind davon betroffen. Schließlich ist bei allen Geräten die Lebenserwartung beschränkt.
2 - Mobile GeräteBei mobilen Geräten wie dem Smartphone oder Tablet kommt neben dem möglichen technischen Schaden noch die größere Wahrscheinlichkeit des Verlusts oder Diebstahls hinzu. Um die Daten im Verlustfall vor Fremden zu schützen, gibt es Möglichkeiten, das Gerät aus der Ferne zu orten, zu sperren oder die Daten darauf zu löschen. Lösungen zum Orten, Sperren und Löschen verlorener oder gestohlener Geräte stellt das Magazin Tecchannel vor. Dabei wird auf die populärsten mobilen Betriebssysteme eingegangen. Damit haben Sie Ihre Unterlagen aber noch nicht zurück. Wie Sie von Android- und iOS-Geräten Sicherungskopien anlegen können, hat das Magazin PC-Welt beschrieben. Apple bietet zudem eine eigene Anleitung auf seiner Website. Für sein System "Windows Phone" beschreibt Microsoft, welche Daten gesichert und wiederhergestellt werden können.
3 - Betriebssystem und ProgrammeWerden Dateien des Betriebssystems und der installierten Programme beschädigt, kann das dazu führen, dass ein Anwendungsprogramm oder auch das Betriebssystem nicht mehr funktioniert. Trotzdem müssen diese Dateien nicht zwingend gesichert werden. Denn meistens gibt es fürs Betriebssystem Reparaturmechanismen. Oder man installiert das Betriebssystem mit den Original-CDs neu. Auch Anwendungsprogramme, zum Beispiel die Textverarbeitung, können jederzeit vollständig deinstalliert und von den Original-CD-ROMs wieder hergestellt werden. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Wenn Sie die Programme auf Ihre Bedürfnisse hin verändert haben, dann sollten Sie die so genannten Konfigurationsdateien extern speichern, weil Ihre Änderungen darin abgespeichert sind. Dazu zählen auch Wörterbücher. Das sind Dateien, in die Sie Wörter geschrieben haben, die Ihr PC bei der Rechtschreibprüfung noch nicht kannte. Achtung: Ihre Anwendungsprogramme, Konfigurationsdateien, Wörterbücher etc. verschwinden, wenn Sie das Betriebssystem komplett neu aufspielen. Sichern Sie also alle wichtigen Dateien vorher!
4 - AnwendungsdatenViel schlimmer ist der Verlust der Anwendungsdaten, also Dateien, die Sie selbst erstellt und auf dem Computer gespeichert haben. Das können Texte, Bilder, Tabellen oder andere Dokumente sein. Verschwinden diese Informationen, sind sie auf Nimmerwiedersehen verloren. Da hilft kein Zaubern, sondern nur eine regelmäßige Datensicherung. Wie viel Aufwand Sie bei der Datensicherung betreiben, also wie oft Sie welche Dateien extern abspeichern, hängt ganz allein von Ihnen ab. Und davon, wie viel Zeit Sie fürs Speichern und Suchen investieren wollen.
5 - SpeichermedienAls Speichermedien bieten sich für private Zwecke vor allem CD-ROMs, DVDs, USB-Sticks oder Wechselfestplatten an. Die Lebensdauer der eingesetzten Speichermedien ist unterschiedlich und läßt sich nicht verläßlich auf Jahr und Tag begrenzen. Die Funktionsfähigkeit ist auch abhängig von der korrekten Handhabung und Lagerung. Das Speichermedium ist allerdings nur eine Seite – zusätzlich müssen Sie auch sicher stellen, dass Sie die Daten auch abspielen können, und das ist keineswegs selbstverständlich. Nach spätestens 30 Jahren wandern bestehende Systeme (Betriebssysteme, Software-Programme) in die Mottenkiste. Beim Privatanwender sind es sogar nur zehn Jahre. Das Abspielen von Informationen, die nicht rechtzeitig in aktuelle Datenformate überführt wurden, ist dann nur noch sehr schwer möglich. Das ist vergleichbar mit den Schwierigkeiten, denen sich Besitzer von Schallplatten oder Super-8-Filmen heute gegenüber sehen. Eine Übersicht von Speichermedien hat das pc-magazin erstellt und listet dort die verschiedenen Speichermedien nach Lebensdauer und Gefährdung auf. Detaillierter mit dem Thema Flash-Speicher / Flash-Memory befasst sich das Elektronik Kompendium.
6 - Methoden der DatensicherungGrundsätzlich können Sie Ihre Daten auf drei unterschiedliche Weisen sichern: 1. Volldatensicherung 2. Stufenweise ("Inkrementelle") Datensicherung 3. Differentielle Datensicherung